
















Die Hauptbestandteile der Klangschalen sind Kupfer und Zinn, die in ihrer
Legierung Bronze ergeben. Solche Bronzen werden in Europa ebenfalls für
die Glockengiesserei eingesetzt. Bei den Klangschalen findet man zusätzlich
noch kleine Mengen an Eisen, geringfügige Mengen an Blei, Gold, Silber
und Quecksilber. Lange Zeit war unklar, wie das Quecksilber in die Klangschalen
kommt. Mittlerweile kann man mit Sicherheit davon ausgehen, daß es über
die Weihfarbe zu Beginn des Herstellungsprozess geschehen ist und immer noch
geschieht. Bevor die Klangschalen-Schmiede nämlich ihr Werk beginnen, wird eine Pucha
zu Ehren des Schmiedegottes abgehalten. Jedes Werkzeug und Metall wird
dabei mit geweihter Farbe besprenkelt. Erst danach wird mit dem Tagewerk
angefangen.
Blei tritt als Verunreinigung im Zinn auf, genauso wie Gold und Silber in
geringsten Mengen im Kupfer gefunden werden. Dies ist das Geheimnis der
sieben Metalle. Das Geheimnis des guten Klanges aber liegt im Verhältnis
Kupfer zu Zinn und in der Schlag- und Formtechnik der Schmiede.
Die 12-Metall Klangschalen sind eigentlich solche, die
aus zehn Metallen bestehen. Eine gängige Auflistung lautet so:
Gold, Silber, Quecksilber, Kupfer, Eisen, Zinn, Blei, Zink,
Meteoreisen, Wismut, Bleiglanz und Pyrit. Dabei sind Bleiglanz und Pyrit
keine Metalle, sondern Blei- und Eisenverbindungen. Deshalb dürfen sie nicht
unabhängig in Betracht gezogen werden.
Wismut kommt aus der Stahlveredelung und hatte in den antiquen
Klangschalen keinen Platz. Zink kommt aus modernen Messinglegierungen. Meteoreisen ist
extrem selten. Ob es wegen seiner Seltenheit heute tatsächlich verwendet werden kann,
muß kritisch geprüft werden. Zudem ist der meßtechnische Aufwand, um Meteoreisen
von normalem Eisen zu unterscheiden, extrem teuer.